Samstag, 31. Oktober 2009

Light it up, let it cook, look in the mirror, let me crush

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Linda Evangelista by Maurizio Cattelan, W Magazine, Nov. 2009 | Weitere Bilder | Behind the scenes-Video

related:
hn.jpgHelmut Newton, Allure magazine, 1997
mc.jpgMaurizio Cattelan | Bidibidobidiboo, 1996 | Him, 2001 | La Nona ora, 1999 | mehr

Freitag, 30. Oktober 2009

Griffin's Klo

Wie bitte, was ist denn da passiert? Keine guten Aussichten gibt es diesen Herbst auf europaweite Straßen, wenn man dem aktuellen Lookbook Griffins glauben schenkt.
Modische Entgleisungen wohin das Auge reicht. Da scheint aber auch wirklich alles daneben gegangen zu sein. Viel neon, Dreiviertelhosen, Camouflage Parkas und giftgrüne Taillengürtel. Fehlen bloß Attribute wie Trillerpfeife, Sonnenblume im Haar und die Bauarbeiter-Weste am durchtrainierten Leib und ich fühle mich endgültig auf die erste Love Parade zurückversetzt.

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Das Orange zu den lila Trekking-Boots, 'A match made in heaven'.
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All eyes on the knotted scarf!
Ich hatte ja schon immer 'ne Schwäche für Sketchers.



Noch so lang bis Weihnachten.



Diese DVDs wären definitiv ein guter Start für meinen diesjährigen Wunschzettel und würdige Nachfolger für meine, ohnehin bereits enorme Ausmaße annehmende, Filmsammlung.

Collage von Roberto
DVDs via Colette

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Ohi Ho Bang Bang

Die Videobänder der japanischen Künstlerin Akiko Hada zeichnet kein bestimmter Stil aus und sie ist auch in ganz verchiedenen Genres zu Hause. Hadas Bänder, ob es Musikvideos, Animationen oder lyrische Videoerzählungen sind, haben einen hohen professionellen Standard, wobei die Umsetzung der Themen sehr individuell ist und elektronische Effekte sparsam und gezielt eingesetzt werden.

'Ohi Ho Bang Bang' ist ein Musikvideo, das in Zusammenarbeit mit Holger Hiller entstand. Die Bezeichnung Musikvideo ist dabei eigentlich irreführend, denn es gibt keine Musik, zu der man Bilder sieht. Das Ausgangsmaterial sind Videoaufnahmen von Holger Hiller und Karl Bonnie, die mit Instrumenten, Gegenständen und lautmalerischem Gesang Klänge produzieren. Aus diesem Aufnahmen komponierten Hada und Hiller - analog dem musikalischen Sampling - ein neues audio-visuelles Stück, bei dem die collagierten Ton- und Bildfragmente eine Einheit sind.






Möglicherweise ebenfalls ein historisch wertvolles Artefakt: Palais Schaumburg mit Holger Hiller und 'Wir bauen eine Stadt':

your one and only source into the scandalous lives of Britain's elite



Nachdem, wie bereits berichtet, die dem Vernehmen nach feinsten Popentwicklungen des Jahres, The xx und das energiegeladene Stimmfeuerwerk der rothaarigen Florence, einen Remix rausgehauen haben, legen sie jetzt mit einem offiziellen Musikvideo nach.
Wer meint, die beiden Welten, die hier aufeinandertreffen, hätten wenig miteinander am Hut, liegt hier falsch. The xx schafften es, die soulige Nummer 'You’ve Got The Love' zu ihrer eigenen, schüchternen Liebeserklärung zu machen. Der Remix akzentuiert mit R'n'B-Elementen, ohne dabei den fragmentarischen, kühlen Charakter des ursprünglichen Songs zu zerstören.



Bild via Bubbly Boy

Sonntag, 25. Oktober 2009

Léonor

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Léonor Scherrer - Mode Ikone, Muse Riccardo Tiscis und als Mitglied im Klub der düsteren Stimmung in der aktuellen Givenchy Kampagne zu finden.

Editorial: Vogue Paris, November 2009
Fotograf: Mario Sorrenti
Styling: Carine Roitfeld


Keiner Frau steht schwarz so ausgezeichnet, wie Léonor. - Abgesehen von Wednesday Addams vielleicht. Ungewöhnliche Frau, aussergewöhnlich schön. Ich bin besessen, gebt mir mehr von ihr.




Samstag, 24. Oktober 2009

Gut gebrüllt, Löwe

Für 'Kitten Lover' Horsti

Wilde Tiere zu erlegeen und auszustopfen, um sie in einem Trophäenzimmer stolz zur Schau zu stellen, war im 19. Jahrhundert bei Reichen und Mächtigen sehr beliebt. Doch auch heute fallen wir gern mit den Mustern von Tiger und Gepard auf.
Wie uns Raquel Zimmermann nun in einem weiteren atemberaubenden Editorial der französischen Vogue beweist, werden Animalprints wohl auch in Zukunft nicht von der Bilfläche zu drängen sein.
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Donnerstag, 22. Oktober 2009

My secret is hidden within me. My name no one shall know.



Im Rahmen der 'Italian Espresso Experience', des italienischen Vertreibers von Kaffeebohnen Lavazza, sang niemand geringeres als Antony Hegarty mit seiner so ätherischen Stimme, die Arie Nessun Dorma aus Puccinis 'Turandot' neu ein.

Es ist schon seltsam was Gesang in einem auslösen kann. Besonders Antony versteht es wie kein anderer, mich voller Rührung weinen zu lassen. Gekonnt jongliert der ehemalige Hercules & Love Affair-Frontsänger auch hier mit den Emotionen, dass man sich ihnen nicht einmal dann entziehen könnte, wenn man es wollte.

MP3: Antony - Nessun Dorma

Cartoonized

Raquel Zimmermann in der Novemberausgabe des französischen Vogue.
Die Mischung aus bunter Graffitikunst, High End Couture, dem ikonischen Haarstyling und der Wespentaille des DNA Zugpferds, lassen die Brasilianerin wie die animierte Schönheit Jessica Rabbit aus Toon Town wirken.
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Via tfs

Mittwoch, 21. Oktober 2009

things will never be the same again



Dieser leichte Hauch von Lila. Diese weichgezeichneten Gesänge, die zusätzlich durch eine Wolkenladung Hall abgenommen wurden. Düster und mysteriös - genau das ist es, was die Schweden von anderen derzeit wie Pilze aus dem Boden schießenden Dreampop Duos unterscheidet, galten sie doch bis zur Veröffentlichung ihres vorangegangenen Musikvideos My Swag, My Life / My Life, My Swag als wahre Pop-Phantome.
Auch zu ihren neuen bewegten Bildern, gibt es eine Art Medley zu hören. Nachdem zu 'Things Will Never Be The Same Again', dem herrlichen Eröffnungsstück von jj n° 2, die Molotov-Cocktails fliegen, geht das Video zu Intermezzo und einer Sincerely-Yours-typischen Strandszenerie über, um am Ende zu einer Akustikversion von My Love zu gelangen. jj beherrschen die Lieblichkeit und lassen sich gerne von ihr beherrschen.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Daily Inspiration # VII - Sci Fi und Utopien - Das Nichtexistierende wird gezeigt

Nachdem ich mich vergangene Woche Modeprophezeiungen der 30er Jahre widmete, gilt dieser Beitrag früheren utopischen Stadt- und Gesellschaftsentwürfen.
Die Idee der idealen Stadt kann bis an die Anfänge der Geschichte der realen Stadtentwicklung zurückverfolgt werden. Ob beissende Kritik, affirmativer Zukunftsglaube oder überbordende Fantasie - die Beweggründe der Utopisten sind ebenso vielfältig wie die daraus resultierenden Projekte.
Auch lassen sich durchaus wiederkehrende Motive erkennen. Der geschichtliche Rückblick zeigt, dass mancher vermeintlich neue Entwurf schon einmal in ähnlicher Form erdacht worden ist.

Zukunftsutopien – die Zeit vor 1945

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Selbstdarstellung der amerikanischen Demokratie, um 1876. Eine Stadt, oder ein Monument mit mehreren, gleich hohen Türmen, die auch in dieser frühen Zeit bereits mit Brücken verbunden sind.

Aus F.A.Z., 'Bilder und Zeiten', Nr. 164, 18.7.1998


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Manhattan stellte man sich um 1900 für das Jahr 2000 noch zugebauter vor, als es dann heute tatsächlich der Fall ist.

H. M. Pettit: 'King's Dream of New York', 1908 , und N.N., 1900, in: H. Kimpel, / G. Hallenberger: 'Zukunftsträume', S.130, Ebersberg, 1984


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Verkehr auf allen Etagen. Ganz unten die Straßenbahn, dann die klassische Hochbahn auf der zweiten Etage (die realistischerweise auf eigenen Ständern steht), und oben, etwa auf der Höhe des 40sten Stockwerks, verkehren abermals S-Bahnen.
Was aber passiert, wenn einer der Wolkenkratzer, durch den diese oberen Bahnen verlaufen, einmal abgerissen werden soll?

R. W. Rummell: 'Future New York', 1911, in: H. Kimpel, / G. Hallenberger: 'Zukunftsträume', S.131, Ebersberg, 1984


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Ein gigantisches, alles überdeckendes Häusermeer ohne „Brückenkultur“. Der Verkehr auf den Straßen ist eher bescheiden. Nicht einmal eine Straßenbahn ist zu erkennen, die meisten Menschen gehen zu Fuß.

Winsor McCay (s.d., ca. 1905) aus: J. Clute: 'Science-fiction', S.13, München, 1996


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Drei eindruckvolle Bilder von 1910 der erwarteten Wolkenkratzer- und Brückenkultur. Eiffelturm und Triumphbogen werden völlig überragt.

R. Biron: 'Paris futur', 1910, in: C. Canto / O. Falin: 'Le futur antérieur', Paris, 1993


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Eine besonders ausgeprägte Brückenkultur herrscht in dieser utopischen Stadt aus dem Jahr 1910.

N.N., s.d., in: Susanne Päch: 'Utopien', S.97, Braunschweig, 1983


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Diese amerikanische Stadt der Zukunft hat ein gewisses orientalisches Flair.

Aus: 'Le petit inventeur', Paris, 4.11.1924


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Die Stadt der Zukunft aus einem Guss, mit zusätzlichen Prachtalleen in über 50 Meter Höhe, die hier aber offenbar nur für die Fußgänger gedacht sind.

F. Muijcas 'The city of the future', 1928, in: H. Kimpel /G. Hallenberger: 'Zukunftsträume', S.139, Ebersberg, 1984



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Der Traum vom 'Goldenen Zeitalter'? Nicht jeder kann sich für diesen Mega-Moloch begeistern und freut sich heute, dass die Träume von damals nicht verwirklicht wurden. Die Handlung des 1930 gedrehten Filmes 'Just Imagine' spielt im Jahr 1980. Die Autoren sind hier also nur 50 Jahre in die Zukunft gesprungen, was eine vergleichbar geringe Zeitspanne ist.

Filmbild aus dem Musical: 'Just Imagine', USA, 1930


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Auch in Fritz Langs 'Metropolis' sind die Hochhäuser auf halber Höhe miteinander verbunden. Die vorgesehenen Werbeflächen sind allerdings bescheiden, die Stadt wirkt sehr 'sauber'.

Fritz Langs 'Metropolis', 1926, in: C. Canto / O. Falin: 'Le futur antérieur', S.93, Paris, 1993



Entwurfszeichnung zu Fritz Langs Film 'Metropolis', 1925. Dieser Stadt kann man kaum noch auf den Grund gucken.

Otto Hunte, Filmmuseum Frankfurt; Bild: W. Höhne


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Auch die Kunst beschäftigt sich mit der „Megapolis“ der Zukunft bzw. der Gegenwart.

Aus G. Dietz: 'Die wilden Zwanziger', Berlin, 1986