
Schon zu Beginn dieses Blogs, hatte ich vor, irgendwann von meinem absoluten Lieblingsfilm schlechthin zu berichten, hielt es letztendlich doch nicht für angebracht und schien dieses Vorhaben zeitweise zu verdrängen. Es gibt bloß sehr wenige Filme, die ich so oft gesehen und studiert habe wie 'Welcome To The Dollhouse' (1995) mit der herrlichen Heather Matarazzo. Auf skurile Art und Weise, fühle ich mich der sympathischen Antiheldin dieses Films verbunden. Besonders in Zeiten wie dieser, in dieser so großen, tückischen und noch recht fremden Stadt. Wie Dawn Wiener habe auch ich einen Hang zu zum scheitern verurteilte Liebesbeziehungen und scheine für Pech in der Liebe und die Auswahl falscher Liebschaften prädistiniert zu sein. Passenderweise illustriert Regisseur Todd Solondz in seinen Filmen herrschende Vorurteile, indem er die Abnormität normaler Leute unterstreicht.
'Welcome To The Dollhouse' gehört in die Kategorie der ambitionierten Independentfilme. Er thematisiert die problematische Zeit der Pubertät der Hauptfigur Dawn Wiener, eine pummelige und unzufriedene Schülerin der 7. Klasse. Bei ihren Mitschülern ruft sie Ressentiments gegen Homosexuelle und Hässliche hervor, jenseits jeglicher 'political correctness' wird sie zu einem bevorzugten Objekt von Spott und Diskriminierung. Und zu Hause ergeht es ihr nicht viel besser. Neben der anmutigen Schwester in ihrem Ballettkleidchen und dem vernünftigen größeren Bruder an seinem Computer, wirkt sie wie ein Störfall der heilen Familienwelt.
Doch Dawn kapituliert nicht vor dem Elend ihrer Jugend. Mit einer Mischung aus Protest, Verweigerung, unvermuteter Stärke und Frechheit wehrt sie sich gegen die ihr zugefügten Demütigungen.

Weder falsche Sentimentalität noch verlogene Verklärung der Jugend finden sich in diesem tragikomischen Film. Lakonisch knapp erzählt, zeichnet Todd Solondz seine Figuren pointiert, ohne sie der Karikatur preiszugeben. Sinnfällig werden Erfahrungen einer Jugend als prekärem Übergang vom Kind zum Erwachsenen, eine Passage, die letztlich nur durch die Entdeckung der eigenen Stärken im Konflikt zu bewältigen ist.
Inzwischen kann ich ganze Passagen des Films mitsprechen und vergebe dem Portrait Todd Solondz', dem Underground-Comic-Artist des Realfilms, welcher selbst Gutmenschen dazu bringt über den Tod eines Kindes zu lachen, die Höchstwertung von zehn verschneuzten Taschentüchern.

'Not all girls want to play with dolls'














































