Dienstag, 1. September 2009

Warum Rihanna die wahre Grace Jones der Neuzeit ist.

Cross-Dressing und Brikettfrisur. Autos und Sex. Glamour und Kunst.
Als Grace Jones 1981 ihren nackten Körper in einem Armani-Jackett ablichtete, dessen Form dieses Jahr ein großes Revival feiert (Schulterpolster und kein Ende), da hatte die damalige Mittdreißigerin schon als Model triumphiert, war die Muse Andy Warhols gewesen, V.I.P. im New Yorker Studio-54 und inszenierte sich zur internationalen Stil-Ikone.

Erst vor gar nicht so langer Zeit bekam Jones jedoch möchtig Konkurenz in Form zweier sehr selbstbewussten Damen, die derzeitig das Musikgeschäft auf den Kopf stellen, wie es vor ihnen lange keine Solokünstlerin mehr tat. Die Rede ist von Rihanna und Lady Gaga. Letztere verfügt entweder über eine ausgeprägte selbstironische Ader oder sie ist dumm wie ein Stück Brot. Das aber in dem Kopf von Frau Gaga dennoch genug Hirnschmalz steckt, um vielleicht irgendwann mal Kommerz und Kunst zu perfektionieren, dass möchte ich ihr nicht absprechen.
Da gefällt mir Rihannas Attitüde in Hinblick auf dem musikalisch Gebotenen wesentlich besser. Sie - mal ganz abgesehen von Roisin Murphy oder eben Grace Jones kriegen das Welten besser hin und vereinbaren ihr Image mit weitaus mehr musikalischem Anspruch.

So präsentierte sich die 21-jährige Sängerin Rihanna bereits für ihren Hit Umbrella ganz in schwarzem Lack und viel Haut zwischen Rüschenrock und Stiletto-Absätzen und auch für den Song 'Shut Up And Drive' brauchte sie bloß ein Lederjäckchen überziehen, um die Metapher vom Autofahren als Sex zu verkörpern wie seinerzeit Grace Jones. Von Karrierebeginn an hatte ein Tross an Künstlerkollegen und Stylisten ihren Exhibitionismus geölt.
Fotograf Steven klein verpasste der Sängerin für die italienische Vogue nun schließlich die definitive 80er-Optik und die Materialien ihrer Outfits wirken so hart und kantig wie die Brikettfrisur von Mrs. Jones.



Großer Favorit.





Kommentare:

Rockabella hat gesagt…

Die Bilder gefallen mit ledier gar nicht. Die Weiblichkeit und Schönheit dieser hübschen Frau wird irgendwie völlig von den Kostümen erschlagen und alles wirkt so kalt und hart.

Lynn and Horst hat gesagt…

aber daran sieht man doch, dass man einen steven klein und nen guten stylisten braucht, die einer grace jones ikonagrafie nacheifern, mehr nicht, ist rihanna da nicht nur mittel zum zweck und nicht die antriebskraft?

Frank hat gesagt…

Rihanna ist eine der talentlosesten und persönlichkeitsfreien "Künstlerinnen" die es derzeit gibt. Die Frau ist doch zu 100% gemacht und damit völlig austauschbar. Sieht man auch an den Fotos. Das könnte jetzt auch jedes x-beliebige Model sein. Da zeigt Lady Gaga schon wesentlich mehr Persönlichkeit.

Und ganz nebenbei: Ich HASSE Watermarks... was gibt einem Blogger das Recht sein Logo auf einem Bild zu platzieren, an dem er NULL Rechte besitzt, hm?

milostyle.se hat gesagt…

Why hello, just ask for it!
cool blog, to bad I dont speak german...

paul hat gesagt…

jeder wandergitarrenspieler ist authentischer als Lady Gaga, doch wie ich bereits schrieb, kann man ihr einen gewissen grundintellekt nicht absprechen, da nicht viele in der lage sind ihre eigene musik zu schreiben -das totschlagargument überhaupt, da 90% aller künstler instrumente spielen, songs selbst schreiben und live singen und spielen-

wer sich ihr lets dance-video zu gemüte zieht, wird außerdem feststellen, dass die dame zu beginn ihrer karriere noch gar nicht so "crazy" gewesen ist.
bloß, da sie schnell verstanden hat, dass ihre werke allein keinen bestand haben und sie äußerlich im vergleich zu einer beyonce oder britney den kürzeren zieht, setzt sie sich nun nen lampenschirm auf den kopf oder trägt einen mantel aus plüschtieren.

naja. nix gegen gaga. ich find die ganz gut

Maximilian hat gesagt…

Die Bilder gefallen mir ganz gut, auch weil man auf den ersten Blick gar nicht sieht, dass es Rihanna ist. Ich muss Frank zustimmen: Für meinen Begriff ist die Dame aus Barbados eine talentfreie Zone. Ihr Gesang eiert vor sich hin und ich kann einfach nicht den Eindruck loswerden, dass sie nur eine Projektionsfläche für Manager und Stylisten ist. Auch haben mich ihre Videos bis jetzt nicht überzeugen können, kamen mir sogar fast immer etwas billig vor!
Nun, die Diskussion über die "neuen Madonnas" ist schwierig - jeder hat eine andere Favoritin. Leider kann mich auch Lady Gaga nicht überzeugen, muss ihr aber dennoch eine gewisses Geschick im Vermarkten zugestehen. Auch denke ich, dass sie wahrscheinlich mehr zu sagen hat, als Rihanna. Meine Favoritinnen sind immer noch Roisin Murphy (Ruby Blue) und Alison Goldfrapp.

paul hat gesagt…

favoritinnen hin oder her. roisin und alison sind kommerziell schlichtweg nicht erfolgreich genug um madonna den rang streitig machen zu können

Maximilian hat gesagt…

Stimmt mit Alison und Roisin! Speziell bei der Letztern frage ich mich bis heute, wie die ihre Miete zahlt! Was die gute alte Madonna betrifft, habe ich sie erst in ihrer "elektronischen Phase" (William Orbit / Mirwais) entdeckt, enttäuscht mich auch dementsprechend in den letzten 3 -4 Jahren. Wenn es um Style geht, finde ich beide - Rihann & Lady Gaga - oftmals sehr schlimm.